Entstanden ist die Methode bei der Meusburger Georg GmbH & Co KG in Wolfurt, Österreich. Als Erfinder der Methode darf Georg Meusburger, damaliger Geschäftsführer und Firmeninhaber, bezeichnet werden. Im Detail beginnt die Geschichte von WBI vor rund zwanzig Jahren bei einem der täglichen Betriebsrundgänge des damaligen Geschäftsführers, die er dazu nutzte, sich ein Bild über die Abläufe im Betrieb und deren Optimierung zu machen. Bei einigen Stationen in der Produktion fiel ihm auf, dass sich Mitarbeiter Notizen auf Zetteln gemacht hatten, die nun an den Maschinen hingen. Allesamt wichtige und brauchbare Informationen, die die Arbeit im Unternehmen erleichtern, sowie die Produktivität und Effizienz steigern konnten.

 

Der damalige Geschäftsführer erkannte schnell den Wert dieser handschriftlichen Notizen und bat seine Mitarbeiter um die Erlaubnis, sie mitnehmen zu dürfen. Seine Assistentin schrieb die Informationen am Computer ins Reine und gab den entstandenen Dokumenten Titel und Nummern. Aus den reinen Informationen wurden Wissensdokumente und somit explizites Wissen. Das war die Geburtsstunde von WBI.

 

Mit den ausgedruckten Wissensdokumenten ging Georg Meusburger wieder in die Produktionshallen und gab sie den Mitarbeitern zurück. Er bat diese, eventuelle Korrekturen oder Ergänzungen vorzunehmen, die dann von seiner Assistentin wieder im Dokument erfasst wurden. Als alle Arbeitsschritte vollständig und richtig dokumentiert waren, gab Georg Meusburger den Inhalt frei und verteilte die Wissensdokumente in Ordnern an seine Mitarbeiter. Das gesammelte Wissen konnte dadurch an andere Mitarbeiter weitergegeben werden, sodass die Arbeit jedes Einzelnen erleichtert wurde.

 

Als Guntram Meusburger, Georgs designierter Nachfolger, im Jahr 1999 in das Unternehmen eintrat, waren bereits über 200 solcher Wissensdokumente im Umlauf. Das Unternehmen war weiterhin auf Erfolgskurs und expandierte stetig. Doch mit der Expansion des Unternehmens, weitete sich das Wissensmanagement auf alle Unternehmensbereiche bei Meusburger aus. Die Zahl der Wissensdokumente stieg weiter an und erstmals zeigten sich durch die Vielzahl an Dokumenten die Schwachstellen des papierbasierten Systems. Die Grenzen des analogen Wissensmanagements waren erreicht.

 

Schnell war klar: Eine Softwarelösung muss her. Daher wurde ein webbasiertes Dokumentenmanagement-System (DMS) entwickelt, das als Wissensdatenbank genutzt wurde. Das damals selbst entwickelte System ermöglichte einen Quantensprung im Wissensmanagement bei Meusburger: Der Übergang vom analogen Datenträger – Papier – ins digitale Zeitalter war geglückt. Meusburger verfolgte jedoch ein größeres Ziel als eine rein technische Software-Lösung. Guntram Meusburger machte es sich zur Aufgabe, eine einfache, pragmatische Methode des Wissensmanagements zu entwickeln. Sein Ansatz war und ist es allen Interessenten eine Methode aus der Praxis für die Praxis anzubieten: die WBI-Methode.

 

Durch den Weitblick der Geschäftsführung und mit Hilfe von WBI konnte die Mitarbeiteranzahl bei Meusburger in den letzten zwanzig Jahren mehr als verzehnfacht werden. Per Jänner 2017 sind bei Meusburger mehr als 1.400 Mitarbeiter beschäftigt. Der effiziente und effektive Umgang mit der Ressource Wissen war und ist ein entscheidender Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens – gerade in Zeiten starker Expansion. 

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